Vorsorgeangebot ab 01.01.2022

Auf 1. Januar 2022 passt die PKSO ihr Vorsorgeangebot an. Die Beitragssätze sind künftig in fünf statt wie bisher in acht Alterskategorien unterteilt. Die Berechnung des versicherten Lohns wird vereinfacht und das Maximum des versicherbaren Lohns erhöht. Bei Teilbeschäftigung wird der Koordinationsabzug anteilmässig berechnet.

Versicherte, die nach Erreichen des 65. Altersjahres weiterhin erwerbstätig sind, können die berufliche Vorsorge weiterführen, solange das Arbeitsverhältnis besteht, längstens aber bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres. Zur Finanzierung der Altersgutschriften leisten versicherte Person und Arbeitgeber weiterhin prozentuale Beiträge des versicherten Lohns, welche denjenigen unmittelbar vor Erreichen des Rentenalters entsprechen. Beiträge für die Risikoversicherung sind nicht mehr zu entrichten. Der Umwandlungssatz im Rentenalter einer versicherten Person wird für jedes Jahr des späteren Anspruchsbeginns um 0.12 Prozent erhöht.

Für die der PKSO gesetzlich unterstellten Arbeitgeber und ihr Personal gilt neu der Vorsorgeplan 1 (Basis). Die der PKSO vertraglich angeschlossenen Arbeitgeber können zwischen Vorsorgeplan 1 (Basis), Vorsorgeplan 2 (Minimal) und Vorsorgeplan 3 (Optimal) wählen.

Angestellte des Kantons Solothurn, Volksschullehrpersonen und Mitarbeitende der Solothurner Spitäler AG: versichert im Vorsorgeplan 1 (Basis)

Für die Angestellten des Kantons Solothurn, die Volksschullehrpersonen und die Mitarbeitenden der Solothurner Spitäler AG gilt ab 1. Januar 2022 der Vorsorgeplan 1 (Basis).

Neu ist ein Lohn von maximal dem achtfachen oberen Grenzlohn nach BVG versicherbar.

Erstmals ab 1. Januar 2023 besteht für Arbeitnehmende ab Alter 35 neu die Möglichkeit, im Rahmen des Zusatzsparens einen zusätzlichen Beitrag von 1 Prozent des versicherten Lohns zu leisten und so Altersgutschriften zu erwerben, die um 1 Prozent des versicherten Lohns erhöht sind (Zusatzsparen 1 %). Ab Alter 45 ist es möglich, einen zusätzlichen Beitrag von 2 Prozent des versicherten Lohns einzuzahlen (Zusatzsparen 2 %). Die angestellte Person kann das Zusatzsparen jeweils bis spätestens 31. Oktober des laufenden Jahres auf 1. Januar des Folgejahres wählen oder beenden.

Angestellte mit einem Einkommen von über CHF 172'080 (Stand 2021) bei einem 100%-Pensum werden zusätzlich zur Grundversicherung in der Ergänzungsversicherung versichert. Bei der Ergänzungsversicherung handelt es sich um eine rein überobligatorische Vorsorge, für welche ein von der Grundversicherung separiertes Altersguthaben geführt wird. Die Versicherungsleistungen werden ausschliesslich in Kapitalform ausbezahlt.

Personal von Arbeitgebern, die der PKSO vertraglich angeschlossen sind: versichert nach dem vom Arbeitgeber gewählten Vorsorgeplan

Für das Personal von Arbeitgebern, die der PKSO vertraglich angeschlossen sind, gilt der vom Arbeitgeber gewählte Vorsorgeplan. Den Arbeitgebern stehen neben dem Vorsorgeplan 1 (Basis) der Vorsorgeplan 2 (Minimal) und der Vorsorgeplan 3 (Optimal) zur Wahl.

Im Vorsorgeplan 2 (Minimal) sind die Leistungen und Beiträge gegenüber dem Vorsorgeplan 1 (Basis) etwas tiefer angesetzt, jedoch weiterhin um einiges höher als nach BVG.

Im Vorsorgeplan 3 (Optimal) sind die Leistungen und Beiträge gegenüber dem Vorsorgeplan 1 (Basis) etwas höher angesetzt.

Der gewählte Plan lässt sich mit weiteren Planelementen modifizieren, um eine auf den Betrieb abgestimmte Vorsorgelösung zu erlangen. Personal von der PKSO vertraglich angeschlossenen Arbeitgebern wird dann in die Ergänzungsversicherung aufgenommen, wenn dies mit dem Arbeitgeber vereinbart ist.

Versichertenportal

Im Sommer 2021 wird ein online-Versichertenportal aufgeschaltet, auf welches die Versicherten nach einer Registrierung Zugang erhalten. Das Portal bietet die Möglichkeit, den eigenen Vorsorgeausweis abzufragen, um festzustellen, wie sich der Wechsel vom bisherigen zum neuen Vorsorgeplan konkret auswirkt.